Kundeninformation

CORONAVIRUS – KUNDENINFORMATION

Im Rahmen der aktuellen Corona-Thematik möchten wir Sie über die in der J. MÜLLER Gruppe eingeleiteten Schutzmaßnahmen wie folgt informieren:

Den Deutschen Seehäfen und damit auch unseren Terminalbetrieben in Brake und Bremen kommt im Rahmen der derzeitigen Krise eine systemrelevante Bedeutung der Lieferketten zur Daseinsvorsorge zu. Wir verstehen es als unsere Pflicht, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Wir können Ihnen versichern, dass wir täglich hart daran arbeiten den Betrieb in unseren Terminals aufrecht zu erhalten.

Aufgrund der aktuellen Lage haben wir unsere bisher implementierten Maßnahmen erweitert und der aktuellen Lage angepasst.

Nachstehend geben wir ihnen einen Überblick:

Die J. MÜLLER Gruppe hat ein Krisenteam implementiert.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Datum vom 28.02.2020 eine Anordnung nach dem Gesetz zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften [2005] [IGV-Durchführungs-gesetz - IGV-DG] getroffen - mit dem Ziel, die Einschleppung von Infektionen durch das erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/China aufgetretene neuartige Coronavirus [“SARS-CoV-2“] in die Bundesrepublik Deutschland oder ihre Ausbreitung zu verhindern. Hiernach haben die Betreiber von Häfen besondere Verpflichtungen.

Wir stehen im engen Kontakt mit den Behörden um schnell auf neue Anforderungen sachgerecht zu reagieren. Darüber hinaus wurden durch die J. MÜLLER Gruppe folgende weitergehende Maßnahmen implementiert:

  1. Hygienemaßnahmen

Neben den allgemeinen, ohnehin im Rahmen der Qualitätsmanagementsysteme gültigen, Hygienemaßnahmen werden die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts [Deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten] für alle Mitarbeiter verpflichtend umgesetzt. Die Hygienemaßnahmen wurden unseren Mitarbeitern schriftlich bekanntgegeben. Sofern sich Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts ändern, werden diese unmittelbar 1:1 in der J. MÜLLER Gruppe entsprechend umgesetzt.

Zusätzlich wurden neben den bereits im Rahmen der Qualitätsmanagementsysteme  vorhandenen Desinfektionsmöglichkeiten weitere Desinfektionsspender in Gebäuden installiert.

Alle sanitären Bereiche | Türgriffe und Treppengeländer werden ebenfalls mehrfach am Tag gereinigt und desinfiziert.

Sozialräume, Umkleide- und Duschräume werden zum Schichtwechsel desinfiziert.

  1. Dienstreisen

Es werden keine persönlichen Kundentermine mehr wahrgenommen. Vertreterbesuche sind abzusagen. Die Kontakte sind über elektronische Medien [Telefon, Videokonferenzen, Mailverkehr] aufrechterhalten.

Interne Besprechungen sind auf das absolut notwendigste zu reduzieren. Gegebenenfalls sind technische Möglichkeiten wie Telefon, Skype etc. zu nutzen, oder aber die Besprechung beträgt unter 15 Minuten und erfolgt nach Möglichkeit im Freien. Ist die Möglichkeit im Freien nicht gegeben stehen in Brake 2 Sitzungsräume. Ausreichender Abstand von min. 1,5 m ist ein zuhalten.

  1. Verhaltensmaßnahmen bei Kontakt zu Infizierten

Die Mitarbeiter sind verpflichtet bei Kontakt zu einem Infizierten, neben der Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt das Krisenteam unverzüglich zu informieren.

  1. Personalmaßnahmen

Für das operative und technische gewerbliche Personal wurde das Schichtsystem auf 2 Schichten verändert. Das Personal wurde in 2 feste Gruppen eingeteilt und es besteht die Möglichkeit der Sonn- und Feiertagsarbeit. Der Schichtwechsel erstreckt sich über 1 Stunde, wobei zwischen dem Verlassen der Sozialräume der ersten Schicht und dem Betreten der Sozialräume der zweiten Schicht 30 Minuten für die Desinfektion genutzt werden.

Für die gewerblichen Mitarbeiter wurden Regelungen zur Nutzung der Sozialräume mit dem Ziel getroffen, dass immer nur ein Teil der jeweiligen Schichtmitarbeiter zu gleichen Teilen die Pausenräume nutzen. Zusätzlich wurden weitere dezentrale Pausenräume eingerichtet.

Für die kaufmännischen Mitarbeiter wurde die Möglichkeit eines Home-Office geschaffen. An den Stellen, an denen Home-Office nicht möglich ist, wurden die Abteilungen der kaufmännischen Mitarbeiter in mehreren Gruppen aufgeteilt und räumlich voneinander getrennt.

Für besonders sensiblen Bereich wie die IT wurden weitergehende Maßnahmen umgesetzt.

Mitarbeiter, die aus einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet zurückkehren, haben sich, unabhängig von der Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes, in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben.

Mit den vorstehenden Maßnahmen reduzieren wir so das Risiko einer Infektion von einer größeren Mitarbeiterzahl untereinander.

Die J. MÜLLER Gruppe betreibt Terminals an den Standorten Brake und Bremen. Hier stehen sowohl kaufmännische, operative wie auch technische Mitarbeiter zur Verfügung, die im Bedarfsfall auch zwischen den Terminals getauscht werden können.

  1. Schutz der Schiffsbesatzungen

Zum Schutz der Schiffsbesatzungen haben wir in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden für unsere Mitarbeiter Regeln für das Betreten von Schiffen aufgestellt.

Wir reagieren der Lage entsprechend angemessen und haben hierzu klare Regelungen getroffen.

Diese immer unter dem Gesichtspunkt des größtmöglichen Schutzes für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sowie den örtlichen Behörden folgend. Ebenso gilt es unseren Kunden die größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Aus heutiger Sicht ist die Abfertigung in unseren Terminals gewährleistet. In Einzelfällen kann es allerdings aufgrund der getroffenen Maßnahmen oder aufgrund möglicher zukünftiger behördlicher Anordnungen zu Verzögerungen in der Abfertigung kommen. Hierfür bitten wir um ihr Verständnis.

Sollten sie noch weitere Rückfragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Es gilt besonnen, sachlich und angemessen mit der Krise umzugehen. Wir versichern Ihnen, dass Vorstand und Geschäftsführung hieran intensiv arbeiten.

Brake, 24.03.2020